Die Qual der Wahl
Manchmal kann ich mich nicht entscheiden…
Was ist gscheiter? - so rein rational! Wovon hab ich länger was?
Was ist nachhaltiger? Was hält länger an? Was hallt länger nach?
Ich stehe im Taschengeschäft einer bekannten Wiener Taschendesignerin und bewundere ihre glitzernden Handtaschen, kuschle mit dem weichen Leder. Ein sehr freundlicher junger Herr erklärt mir geduldig die verschiedenen Modelle. Mir entgeht der Thermophor auf seinem Bauch nicht. Warum gibt er nicht mehr acht auf sich? Warum übergeht er seine Schmerzen? Oder ist ihm nur kalt? Eine so tolle Handtasche wird mir seeeehr lange Freude machen!! - denk’ ich…
Oder investiere ich in eine Fortbildung? Meine Füße wieder im Fokus?
Den Kurs hält eine wunderbare Physiotherapeutin und TRAGER® Kollegin. Entgegen meiner üblichen Unpünktlichkeit bin ich rechtzeitig da, genieße den Tee, lerne vier interessante Frauen und ihre Fußgeschichten kennen.
Mentastics® machen den Anfang. Ich empfinde es als sehr entspannend dabei angeleitet zu werden - nicht Nachdenken, sich Reinfallen-lassen ins bereits Bekannte und Vertraute. Es folgt ein Gähnen…., …und noch eins…, und noch eins. Ich spüre mein Wadelgewebe um meine Unterschenkelknochen schwingen - wie Mentastics® halt so sind.
Ich folge meinen Bewegungsimpulsen, fühle mit geschlossenen Augen, …was ich wahrnehmen kann in meinem Körper, …wie ich die gefühlte Körperregionen empfinde, …wonach sie sich sehnen, …welche Bewegung Leichtigkeit einziehen lässt, …wie sich mein Gewebe, meine Muskeln, meine Sehnen und Gelenke nach der Bewegung in der PAUSE anfühlen.
Es dauert nur ein paar kurze Minute - die Präsenz und das Extra-nur-dafür-da-sein machen den Unterschied. Ich nehme mir Zeit, außer Haus, in Ruhe, die ständig durchs Gehirn hetzenden Gedanken schieb ich weg, vertiefe mich voller Liebe und Wohlwollen in mir. Diese Erfahrung ist eine Andere, als das zu Hause zu tun.
Gebettet in einem ungeahnten Wohlgefühl verlasse ich die wunderschöne Altbauwohnung. Mein Kopf sitzt satt und mühelos auf meinen Halswirbeln. Nacken, Schultergürtel sind aus meiner Wahrnehmung verschwunden - kein Ziehen, kein Halten, keine Schwere, - ein müheloses Nichts hat sich breitgemacht. und ist völlig unbemerkt eingezogen.
Wie schaffe ich das auch zu Hause? Wie mach ich etwas zur Routine, das genau deswegen so genial gut tut, weil es aus dem Moment entsteht?
Ein wunderbares Erinnerwerden an all das, was ich schon kann und kenn! Danke für den Recall! - ganz klar: Diesem Gefühl werde ich immer den Vorzug geben!