Check in

Angekommen im Büro brauche ich kurz einen Moment für mich! -in Ruhe.

Mein Bürostuhl gibt mir Halt. Ich sitze gemütlich, so dass ich möglichst wenig halten muss, anspannen. Ich schließe die Augen und atme ruhig.

Ich lenke meine Aufmerksamkeit auf meine Körperoberfläche, meine Haut, meine Kleidung, meine Brille, Schuhe, die Sesselpolsterung.

Wo werde ich berührt?

Wie fühlt sich die Berührung an?

Was berühre ich?

Manche Körperregionen sind präsent, drängeln sich in den Vordergrund.

Warme Hände, kalte Füße.

Weicher Schnürdlsamt auf der rechten Handinnenfläche, harte Kunststofflehne auf der linken Handfläche. Ich kratze mit den Nägeln am Schnürdlsamt, ich kratze mit den Nägeln am Kunststoff. Wie weit ist die unterschiedliche Kratzfläche, die Rauheit fühlbar? In den Fingern? In der ganzen Hand? Bis zum Ellenbogen? Fühle ich mehr, wenn ich langsamer oder schneller kratze?

Genug bewegt! Es ist Zeit für eine Pause und nachspüren, wie sich meine Hände, mein Körper jetzt anfühlen.

Ich nehme wahr, dass ich nach meinem Check in eine Müdigkeit nach vorne drängelt und bleibe noch ein paar gemütliche Atemzüge mit geschlossenen Augen in meinem Sessel sitzen.

Jetzt am Nachmittag bringe ich meine Gefühle vom Morgen zu Papier. Durch das Aufschreiben entsteht ein wunderbarer Recall. Das Körpergefühl, die schwere Müdigkeit kommt zurück und ich strecke mich am Sofa aus und raste.

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Füße am Abend